Nachhaltigkeit. Wie schwer ist es eigentlich?

Mir ist aufgefallen das ich durch mein Leben als Student doch sehr viel Plastik verbrauche, jedes Mal, wenn ich einkaufen gehe sind es nicht nur Lebensmittel, die ich wieder mit nach Hause bringe, sondern auch eine Menge Plastik tüten und Verpackungen in den die Lebensmittel verpackt sind. Da mache ich mir dann doch häufig Gedanken, wenn ich zum 3. Mal den Müllbeutel wechseln muss in meiner WG, weil der schon wieder voll ist, voll mit Plastik. Nachhaltig leben sagt da meine eine Mitbewohnerin, kann man doch eh nichts gegen machen sagt meine andere Mitbewohnerin. Nachhaltigkeit, das ist ein großes Wort was uns täglich umgibt aber immer eher etwas schwammig scheint.  

Eine der meist gebrauchten Definitionen des Nachhaltigkeitsbegriffes ist die Definition des Brundtland-Berichtes der Vereinten Nationen von 1987. In dieser heißt es: Humanity has the ability to make development sustainableto ensure that it meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their iwn needs.”, (Hardtke/Prehn 2001, S.58). Frei übersetzt bedeutet dies: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährt, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende.“ (Hauff 1987, S.46). 

D.h. dass wir unsere Ressourcen so nutzen müssen das auch spätere Generationen denselben nutzen von diesen ziehen können und ihnen nicht die Möglichkeit genommen wird.  

Doch so einfach ist das nicht. Nachhaltigkeit ist nicht einfach nur weniger Plastik benutzen, schnelle lauwarme duschen nehmen, statt lange warme und zweimal mehr das Fahrrad nehmen als auf das Auto zurück zu greifen.  

Hier ein kleines video: https://www.youtube.com/watch?v=RcNKHQb8QIc

Wenn man nachhaltig handeln möchte muss also somit die Ökologie im Vordergrund stehen. Dies ist nicht immer einfach direkt in die Tat um zu setzten oder zu verstehen. Dementsprechend hier ein paart Tipps für euch um direkt ein bisschen Nachhaltigkeit mit ins Leben einzubringen.   

  1. Wechsle zu Ökostrom

Simpel und effektiv. 

Zu einem Ökostromanbieter kannst du im Internet schon innerhalb von 10 Minuten wechseln.  

  1. Minimalismus ist King! Konsumiere weniger

Brauchst du alle Klamotten die du im Schrank hast? Brauchst du das neue Smartphone wirklich? Und wenn du dir da gar nicht so sicher bist, warum kaufst du es dann? Machen dich die Produkte wirklich frei, glücklich und bringen dir gesellschaftliche Anerkennung, wie es die Werbung verspricht? 

Wenn es ein Produkt gäbe, dass diese Versprechen erfüllt, müsstest du ja in Zukunft nichts mehr kaufen. Unabhängig davon, dass du mit falschen Versprechen dahin manipuliert wirst Dinge zu kaufen, die du nicht brauchst, unterstützt du oft mit deinem Konsum Produktionsbedingungen die du gar nicht willst. 

  1. Nachhaltiger Konsum: Unterstütze mit deinem Konsum nachhaltige Alternativen

Jeder Einkauf ist ein Wahlzettel. Du entscheidest wem du dein Geld gibst, was für eine Welt du unterstützt. Setze wenn möglich auf regionale Wertschöpfung, Bioqualität und faire Arbeitsbedingungen. 

  1. Einwegverpackungen meiden

Es gibt sie bereits: Plastikfreie Supermärkte. 

Was für uns wie Zukunftsmusik klingt und unsere Großeltern an Ihre Kindheit erinnert, wird von einigen Vorreitern bereits umgesetzt. Aber auch wenn du nicht gerade in Berlin, Wien oder London wohnst kannst du den Verpackungsmüll reduzieren. 

Wie viel Plastik steckt in den Produkten die du kaufst – pro Tag, pro Woche, pro Monat? 

  1. Nachhaltige Mobilität: Autofahren ist Out.

Mein Auto, mein Karibikurlaub. Mach dir gedanken was du wirklich brauchst und ob du im dem Moment unbedingt das Auto nehmen musst.

  1. Nachhaltiger Essen: Mahlzeiten für eine bessere Welt

Wer hätte das gedacht? 

Der größte Hebel für ein nachhaltigeres Leben liegt in unserem Essen! Laut verschiedenen unabhängigen Studien zum Beispiel von der FAO oder dem World Climate Institute, ist der größte Verursacher von Treibhausgasen die Massentierhaltung. 

  1. Simpler Essen: Regional und wenig verarbeitet

Wenn wir etwas im Supermarkt kaufen, sind wir stets einer Gefahr ausgesetzt. Dass wir Produkte einkaufen, deren Herstellung sich durch verschiedene Länder auf dem ganzen Globus gezogen hat. Das gilt bereits für Bananen aus Mittelamerika. 

Noch mehr aber gilt es für verarbeitete Lebensmittel. Verschiedene Verarbeitungsschritte finden in verschiedenen Ländern oft zu fragwürdigen Arbeitsbedingungen statt. Das Beispiel der Nordseekrabben, die zum Schälen nach Nordafrika transportiert werden, und dann wieder hier als Nordseekrabben aus der Region verkauft werden, zeigt das Problem gut auf. 

  1. Lass Dein Geld sprechen: Wechsle deine Bank

Du weißt bereits: Mit deinem Geld wählst du in was für einer Welt du leben möchtest. Aber nicht nur mit dem Geld das du ausgibst, sondern auch mit dem was du nicht ausgibst. Dein Geld liegt nämlich nicht einfach auf der Bank herum. Deine Bank macht Geschäfte damit. Immer. 

  1. Konsumiere achtsamer. Pflege und repariere was du hast.

Wer kennt das nicht? 

Kaum ist die Garantie abgelaufen, geht der Drucker nicht mehr. Geplante Obsoleszenz oder ominöser Zufall, Fakt ist: Wir sind eine Wegwerfgesellschaft. Und weil die Reparatur oft so teuer ist, wie einen neuen Drucker zu kaufen, ist die Entscheidung meistens schnell getan, oder? 

  1. Verbreite die Botschaft!

Wir müssen das Thema groß machen!

Ich habe es mir vorgenommen diese Tipps in meinen Alltag einzubauen und habe so einiges davon geschafft. Was ich nun aber sehr schwer fand war mich mit meinen Klamotten und meinem Konsum so einzuschränken. Ich gehe gerne mal etwas essen mit Freunden und gebe viel Geld für verschiedene Exotische Produkte aus. Ich weiß das dies reinster Luxus ist und man auf diesen auch verzichten kann, aber ich habe den Sinn noch nicht ganz gefunden warum ich darauf verzichten sollte wenn es mir doch angeboten wird. Es gibt immer noch viele Momente, in denen ich dann doch an diesem Prinzip Zweifel und mich frage ob es wirklich so viel bringen kann, wenn ich etwas an meiner Verhaltensweise änderer. Aber doch motiviere ich mich jedes Mal wieder, denn wenn jeder so denken würde und somit sofort aufgibt wird sich nie etwas ändern.

Von Christina

Was tut ihr so für die Umwelt? Habt ihr euch auch schon viel mit diesem Thema auseinandergesetzt? Lasst doch mal einen Kommtar da.

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